Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V.

Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. - 3. Reichsbanner-Bundestag

29.08.2026  • 
Landesverband Nordrhein-Westfalen

3. Reichsbanner-Bundestag in Bochum

Vom 7. bis 9. August 2026 lud der Landesverband Nordrhein-Westfalen zum 3. Reichsbanner-Bundestag nach Bochum und ins Ruhrgebiet. Drei Tage standen ganz im Zeichen republikanischer Erinnerungskultur, der Heimatgeschichte und nicht zuletzt der Kameradschaftspflege. 

Den Auftakt bildete am Freitag der Begrüßungsabend in Fieges Stammhaus im Bochum. Am Samstag führte der Weg zunächst mit rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum Republikanerdenkmal auf dem Hohenstein in Witten. Das 1926 vom Reichsbanner errichtete Denkmal für Friedrich Ebert, Walther Rathenau und Matthias Erzberger gehört zu den besonderen Zeugnissen republikanischer Erinnerungskultur im Ruhrgebiet. Der Reichsbanner-Landesverband Nordrhein-Westfalen bemüht sich seit einiger Zeit um seine Wiederherstellung und wird dieses Vorhaben trotz mancher Herausforderungen weiterverfolgen. 

Vorstandsmitglied Christopher Fahsold berichtete über den gegenwärtigen Stand des Projektes und anschließend gab der ehemalige Wittener Bürgermeister und Bundestagsabgeordnete Klaus Lohmann einen kenntnisreichen Einblick in die Geschichte des Denkmals sowie in die damaligen politischen Verhältnisse in Witten und Umgebung. Bei strahlendem Sonnenschein, Fiege-Bier und Bochumer Currywurst blieb anschließend genügend Gelegenheit zum Austausch. Unser Dank gilt auch dem Haus Hohenstein für die Bereitstellung der Veranstaltungsfläche.

Zurück in Bochum begab sich das Reichsbanner mit dem Historiker Dr. Hans Hanke auf eine Reichsbanner-Spurensuche durch Bochum. Anhand der Lebenswege und Erinnerungsorte unter anderem von Fritz Husemann, Franz Vogt und Heinrich Schmitz wurde deutlich, welche bis heute vielfach verborgenen Spuren das Reichsbanner in der Stadt hinterlassen hat und welche persönlichen Opfer der Einsatz für Republik und Demokratie während der nationalsozialistischen Verfolgung forderte.

Am Abend fand im Gasthaus Goeke der eigentliche Bundestag statt. Nach einem Grußwort des stellvertretenden Bundesvorsitzenden Dirk Sielmann zeichnete Prof. Dr. Stefan Goch in seinem Vortrag die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungslinien des Ruhrgebiets in der Zwischenkriegszeit nach und ordnete darin auch das Reichsbanner ein. Nach dem gemeinsamen Buffet folgte, ganz im Sinne des Bundestages, der gesellige Teil: Reichsbanner-Liedgut, eine Verlosung zugunsten der Denkmalpflege und ausgiebige Gespräche prägten den weiteren Abend. Für manchen endete dieser erst spät im Bochumer „Bermuda3Eck“.

Zum Abschiedsfrühstück am Sonntag fanden sich die verbliebenen Kameradinnen und Kameraden noch einmal im Café Zentral zusammen, bevor die Heimreise in alle Teile der Republik angetreten wurde. Bestes Sommerwetter und die für viele unerwartet grünen Seiten des Reviers taten ihr Übriges zu einem rundum gelungenen Wochenende. 

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