Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V.

Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. - Online-Themenabend „Johannes Stelling - Sozialdemokrat in Opposition und Regierung“

Landesverband Berlin-Brandenburg
Datum
Donnerstag, 29. September 2022, 19:00 Uhr
Ort

Online-Themenabend

„Johannes Stelling - Sozialdemokrat in Opposition und Regierung“

Die Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern des Landesverbands Berlin-Brandenburg des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. lädt herzlich zu einem Online-Themenabend mit dem Thema „Johannes Stelling - Sozialdemokrat in Opposition und Regierung“ ein.

Der Historiker Dr. Volker Stalmann wird im Rahmen des Online-Themenabend seine Publikation „Johannes Stelling. 1877 – 1933. Sozialdemokrat in Opposition und Regierung: Hamburg – Lübeck – Schwerin –Berlin“ vorstellen. Es handelt sich um die erste umfangreiche Grundlagenforschung zu Johannes Stelling, der dem konservativen Flügel der SPD angehörte und der 1933 während der „Köpenicker Blutwoche“ von Einheiten der SS und SA auf grausame Weise ermordet wurde. Stelling, der meist nur mit den Ereignissen der „Köpenicker Blutwoche“ in Verbindung gebracht wird, gehört als Innenminister (1919/20) und Ministerpräsident (1921-1924) des Freistaats Mecklenburg-Schwerin, als Reichstagsabgeordneter (fast durchgehend von 1920 bis 1933), sowie als Gauvorsitzender Berlin Brandenburg des „Reichsbanners“ mit Sicherheit zu den prominentesten Todesopfern der „Köpenicker Blutwoche“.

Hier setzt die Publikation von Dr. Volker Stalmann und Prof. Dr. Detlef Lehnert an und beleuchtet die politische Karriere und Einfluss Stellings in der Weimarer Republik. Johannes Stelling glaubte an Rechtsstaatlichkeit und stand für Werte wie Freiheit und Demokratie ein, was er in der Nacht vom 21. auf den 22. Juni 1933 mit dem Leben bezahlte.

Am 21. Juni 1933 begann in Köpenick eine bis dahin beispiellose Verhaftungs- und Gewaltwelle der Nationalsozialisten. In den Tagen vom 21. bis 26. Juni 1933 verschleppten und misshandelten Einheiten von Sturmabteilung (SA) und Schutzstaffel (SS) mehrere hundert politisch Andersdenkende sowie Jüdinnen und Juden, wobei mindestens 23 Menschen starben. Die „Köpenicker Blutwoche“ steht stellvertretend für die Phase der Machteroberung, in der die Nationalsozialisten gezielt und öffentlich mit Einschüchterung, Folter und Mord agierten. Die Gewalt fand nicht im Verborgenen statt, sondern in aller Öffentlichkeit und vor den Augen der Mitbürgerinnen und Mitbürger. Bis heute zeigen diese Ereignisse, wie wichtig Zusammenhalt und eine starke Zivilgesellschaft sind.

Um Anmeldung wird unter lg-mv(at)reichsbanner.de gebeten.
Die Zoom-Zugangsdaten werden dann verschickt.