Besuch „Wald der Erinnerung“
Am 26. September 2026 besuchte das Reichsbanner Berlin-Brandenburg den „Wald der Erinnerung“ in der Henning-von-Tresckow-Kaserne bei Potsdam. Im Rahmen einer ausführlichen Führung durch die Bundeswehr erhielt das Reichsbanner einen umfassenden Einblick in die Entstehung, Bedeutung und Entwicklung dieses besonderen Gedenkortes.
Der Wald der Erinnerung ist den Toten der Bundeswehr gewidmet und ergänzt das Ehrenmal der Bundeswehr am Berliner Sitz des Bundesministeriums der Verteidigung. Während das Ehrenmal dem öffentlichen und staatlichen Gedenken dient, bietet der Wald der Erinnerung insbesondere Angehörigen, Kameradinnen und Kameraden sowie Hinterbliebenen einen Ort der persönlichen Trauer und des stillen Erinnerns.
Die Führung spannte einen weiten Bogen über die Einsatzgeschichte der Bundeswehr, die damit verbundenen gesellschaftlichen und politischen Veränderungen sowie die Entwicklung der Erinnerungskultur innerhalb der Streitkräfte. Besonders eindrucksvoll waren die verschiedenen Ehrenhaine aus den Einsatzgebieten der Bundeswehr. Diese wurden nach dem Ende der jeweiligen Einsätze nach Deutschland überführt und im Wald der Erinnerung neu aufgebaut. Zu sehen sind dort unter anderem Ehrenhaine aus Masar-i-Scharif und Kabul.
Der Besuch machte deutlich, wie sich mit den Auslandseinsätzen auch der Umgang der Bundeswehr mit Verlust, Tod und Gedenken verändert hat. Die sachkundige Führung bot hierzu zahlreiche historische und persönliche Einblicke. Im Anschluss ließ die Gruppe den Tag in einem nahegelegenen Biergarten ausklingen. Dort wurde zugleich der neue Wimpel der Landesgruppe Brandenburg in geselliger Runde gebührend eingeweiht.