Galerie im Albert-Schulz-Haus
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18057 Rostock
Gefährdete Demokratie? Verfassungsfeindlichkeit und die Verantwortung der Mitte
Einladung der Reichsbanner-Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern zur Podiumsdiskussion u.a. mit dem Leiter des Verfassungsschutzes Mecklenburg-Vorpommern.
Nur wenige Tage nach dem 9. November, dem „Seismographen deutscher Geschichte“, wie es Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nannte, lädt das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold zu einer öffentlichen Diskussion über Verfassungsfeindlichkeit und die Verantwortung der demokratischen Mitte ein. Steinmeier hatte in seiner Rede eindringlich gewarnt: „Die Selbstbehauptung der Demokratie – das ist die Aufgabe unserer Zeit.“ Diese Warnung bildet den Hintergrund einer Veranstaltung, die fragt: Wie wehrhaft ist unsere Demokratie heute – und was müssen wir gemeinsam tun, um sie zu schützen?
Auf dem Podium:
- Dr. Antje Draheim (SPD), Bundesstaatssekretärin a.D. und Bundesvorsitzende des Arbeitskreises sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen (ASJ)
- Dr. Gudrun Heinrich, Soziologin & Extremismusforscherin, Leiterin der Arbeitsstelle Politische Bildung und Demokratiepädagogik an der Universität Hamburg
- Thomas Krense, Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz Mecklenburg-Vorpommern
- Frieder Weinhold, Mitglied im Bundesvorstand des Evangelischen Arbeitskreises der CDU (EAK)
Moderation: Markus Rittner, Landessprecher Reichsbanner Mecklenburg-Vorpommern
Warum diese Veranstaltung jetzt?
Steinmeiers Rede hat eines klargemacht: Demokratie stirbt nicht auf einen Schlag – sie erodiert, wenn die Mitte schweigt. Wenn Antisemitismus wieder auf den Straßen sichtbar wird, wenn extreme Parteien an Einfluss gewinnen, wenn Brandmauern bröckeln und das Vertrauen schwindet – dann, so der Bundespräsident, „dürfen wir nicht abwarten, bis der Sturm vorbeizieht“. Genau hier setzt die Podiumsdiskussion an. Sie bringt drei entscheidende Perspektiven zusammen:
- Analyse & Prävention – durch die Forschung von Dr. Gudrun Heinrich
- Sicherheitslage & Verfassungsschutz – durch Thomas Krense
- Politische Verantwortung der demokratischen Mitte – durch Vertreter*innen von CDU und SPD
Wir nehmen den Appell des Bundespräsidenten ernst: Die Selbstbehauptung der Demokratie braucht eine starke Mitte. Wir wollen zeigen, dass die politische Mitte – bei allen Unterschieden – mehr verbindet als trennt, wenn es um die Verteidigung der freiheitlichen Ordnung geht.
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.