Eröffnung der Ausstellung "Für eine starke Republik! Das
Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold" in der Führungsakademie der
Bundeswehr
Der ehemalige Bundeskanzler und Verteidigungsminister Helmut
Schmidt eröffnete als Schirmherr am 06.09.2006 in der
Führungsakademie der Bundeswehr die
Ausstellung: „Für eine starke Republik! Reichsbanner
Schwarz Rot Gold!“. Weitere Informationen finden Sie
im Bereich "Aktuell".
"Stolperstein" für Reichsbannerkamerad Otto Ernst Lang.
Rund 1.300 "Stolpersteine" gibt es in Hamburg. Ein weiterer,
der erste auf der Veddel, wurde am 03.05.2006 eingeweiht.
Er erinnert an Otto Ernst Lang, Sozialdemokrat und
Reichsbannermitglied.
(Quelle: Harburger Rundschau)
"Stolpersteine" ist ein Projekt des Künstlers Gunter
Demnig, der damit an Opfer der NS-Zeit erinnert, indem er
vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus
Messing ins Trottoir einlässt. Bis heute hat er über 5500
Steine in 97 Ortschaften verlegt. (http://www.stolpersteine.com)
Das
Reichsbanner Schwarz Rot Gold verleiht dem ehemaligen
Bundeskanzler Helmut Schmidt die Ehrenmitgliedschaft im
Reichsbanner Schwarz Rot Gold.
"Die Mitglieder des
Reichsbanners drücken ihre Hochachtung vor einem Politiker
aus, der die Bekämpfung jeglichen Rassismus und Extremismus
und damit der Verteidigung des freiheitlichen Rechtsstaates
zu einer unverzichtbaren Grundlage seiner Politik gemacht
hat", steht auf der Urkunde, die ihm Hans Bonkas
überreichte. Helmut Schmidt wiederum bescheinigte dem
Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold: "Die charakterliche
Festigkeit des Reichsbanners und seiner Mannschaften
verlangt nach dem Respekt der heute Lebenden".
Die Übergabe der Ehrenurkunde fand am Nachmittag im
Hamburger Büro von Helmut Schmidt im Zeit Verlag durch den
Bundesvorsitzenden Hans Bonkas in Begleitung von Mitgliedern
des Hamburger Landesvorstandes des Reichsbanners statt.
Das Reichsbanner empfindet die Annahme der
Ehrenmitgliedschaft durch Helmut Schmidt als eine besondere
Auszeichnung und Würdigung des Verbandes in seinem Wirken
für die Förderung des demokratischen Bewusstseins in der
Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland.
Veranstaltung in der Gedenkstätte Konzentrationslager
Fuhlsbüttel:
Gefangene in Fuhlsbüttel: Hermann, Kurt und Rudolf Saalfeld.
Hermann und Rudolf Saalfeld gehörten ab 1924 dem
Reichsbanner Schwarz Rot Gold in Hamburg an. Im Zusammenhang
mit ihrer Haft im Konzentrationslager Fuhlsbüttel kamen
mehrere Reichsbanner-Mitglieder ums Leben.
Bunge, Paul, geb. 25.6.1904, gest. 1.5.1942 an den Folgen
der Haft
- Telegrafenarbeiter
- SPD ca. 1925 bis 1933, Reichsbanner
- 5 Jahre Zuchthaus 1937 - 1941 wg. Vorbereitung zum
Hochverrat (Prozess Tydeks und Genossen)
- Ehrverlust, Verlust des Arbeitsplatzes
Rüther, Karl, geb. 5.6.1906, gest. 15.5.1937 im KZ
Fuhlsbüttel
- Tischler
- SPD 1926 - 1933, Reichsbanner
- 5 Wochen Schutzhaft Fuhlsbüttel 1937 wg. Vorbereitung zum
Hochverrat (Prozess Tydeks und Genossen)
- angeblich Freitod, nach Angabe von Mithäftlingen zu Tode
geprügelt
Das am 4.9.1933 offiziell eröffnete und im zeitgenössischen
Sprachgebrauch "Kola-Fu" genannte Konzentrationslager
Fuhlsbüttel wurde innerhalb kürzester Zeit zu einer der
berüchtigtsten Terrorstätten im nationalsozialistischen
Deutschland.
Viele Tausende wurden im KZ Fuhlsbüttel, das 1936 in
"Polizeigefängnis" umbenannt wurde, inhaftiert
und von hier aus in andere Konzentrationslager überstellt.
Insgesamt kamen in Fuhlsbüttel annähernd 500 Frauen und
Männer ums Leben. Sie starben an den Folgen der
Misshandlungen, wurden ermordet oder in den Tod getrieben.
Das Reichsbanner Schwarz Rot Gold eröffnet die
Ausstellung "80 Jahre Reichsbanner Schwarz Rot Gold" im
Gymnasium Allee in Hamburg Altona.
Die Podiumsdiskussion findet unter großem Interesse der
teilnehmenden Schüler statt, wie auch die Ausstellung auf
breites Interesse der Schüler und Lehrer trifft, welche das
Thema Widerstand im Dritten Reich an dem Beispiel
Reichsbanner in ihren Unterricht einbinden.
Im Bild: Hans Bonkas im Gespräch mit Henning Voscherau (li.)
und Hans Saalfeld (re.)
Programm zur Ausstellungseröffnung 80 Jahre Reichsbanner
Schwarz Rot Gold im Gymnasium Allee Altona:
- Musikalische Eröffnung
Schulchor des Gymnasium
Allee
- Begrüßung
Ulrich Mumm, Schulleiter des Gymnasium
Allee
- Grußwort
Bürgermeister Dr. Henning Voscherau,
Schirmherr der Veranstaltung
- Historische Betrachtung,
N.N., Geschichtslehrer
des Gymnasium Allee
- Musikalische Intermezzo
Schulchor des Gymnasium
Allee
- Podiumsgespräch mit Schülern
Hans Bonkas,
Vorsitzender des Reichsbanner Schwarz Rot Gold, Bund
aktiver Demokraten e.V.
- Eröffnung der Ausstellung für die geladenen Gäste