Ehrenvorsitzender des Reichsbanners Schwarz Rot Gold, Dr.
Volkmar Zühlsdorf am 22.09.2006 im Alter von 94 Jahren
gestorben
Mit
Dr. Volkmar Zühlsdorf hat das Reichsbanner Schwarz Rot Gold
eines seiner ältesten und treuesten Mitglieder verloren.
Volkmar Zühlsdorf war eine der letzten Reichsbannerleute,
die den Kampf um Freiheit, Demokratie und Menschenwürde zu
Zeiten der Weimarer Republik gegen die Feinde von radikal
links und rechts als aktive Demokraten und Republikaner mit
großer Entschiedenheit geführt haben.
Dr. Zühlsdorf ist dem Reichsbanner sein ganzes Leben lang
eng verbunden und treu geblieben. Er war bereits als
Bundesführer der Jungbannerorganisation „Vortrupp“ ein
Vorbild für die junge Generation.
Volkmar Zühlsdorf hat sich um den sozialen Rechtsstaat, um
eine nach innen und außen wehrhafte Demokratie verdient
gemacht.
Sein entschiedener Kampf bleibt für das Reichsbanner Schwarz
Rot Gold Auftrag und Verpflichtung.
Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt eröffnet
Ausstellung des Reichsbanner Schwarz Rot Gold an der
Führungsakademie
Der ehemalige Bundeskanzler und Verteidigungsminister Helmut
Schmidt eröffnete als Schirmherr am 06.09.2006 in der
Führungsakademie der Bundeswehr die
Ausstellung des Reichsbanner Schwarz Rot Gold: „Für eine starke Republik! Reichsbanner
Schwarz Rot Gold!“
„Unsere wichtigste Aufgabe ist es, den jungen Leuten zu
zeigen, wohin Diktaturen führen“.
Als Ergebnis des aktiven Widerstandes des Reichsbanners in
der Weimarer Republik resümierte Helmut Schmidt: „Wir haben
unser Ziel, Hitler zu beseitigen nicht erreicht, jedoch
setzten wir ein Fanal“.
Dass die Ausstellung in der Führungsakademie der Bundeswehr
ausgestellt werde, sei, so Schmidt, „eines der vielen
Zeichen, dass die Bundeswehr glückte“ und es zeichne die
Bundeswehr aus, „wenn sie mit der Ausstellung dem alten
Reichsbanner die Ehre gibt.“
Der Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr
Generalmajor Wolf-Dieter Löser stellte seine Begrüßungsworte
unter das Motto der Ausstellung: „Demokratie braucht
Demokraten“. Er erinnerte an das Prinzip der Inneren
Führung, welches in der Bundeswehr praktiziert wird und die
Demokratie in der Bundesrepublik fördere.
Von der
Führungsakademie der Bundeswehr aus wandert die Ausstellung
weiter zur Unteroffiziersschule nach Appen.
"Stolperstein" für Reichsbannerkamerad Otto Ernst Lang.
Rund 1.300 "Stolpersteine" gibt es in Hamburg. Ein weiterer,
der erste auf der Veddel, wurde am 03.05.2006 eingeweiht.
Er erinnert an Otto Ernst Lang, Sozialdemokrat und
Reichsbannermitglied.
(Quelle: Harburger Rundschau)
"Stolpersteine" ist ein Projekt des Künstlers Gunter
Demnig, der damit an Opfer der NS-Zeit erinnert, indem er
vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus
Messing ins Trottoir einlässt. Bis heute hat er über 5500
Steine in 97 Ortschaften verlegt. (http://www.stolpersteine.com)
Das
Reichsbanner Schwarz Rot Gold verleiht dem ehemaligen
Bundeskanzler Helmut Schmidt die Ehrenmitgliedschaft im
Reichsbanner Schwarz Rot Gold.
"Die Mitglieder des
Reichsbanners drücken ihre Hochachtung vor einem Politiker
aus, der die Bekämpfung jeglichen Rassismus und Extremismus
und damit der Verteidigung des freiheitlichen Rechtsstaates
zu einer unverzichtbaren Grundlage seiner Politik gemacht
hat", steht auf der Urkunde, die ihm Hans Bonkas
überreichte. Helmut Schmidt wiederum bescheinigte dem
Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold: "Die charakterliche
Festigkeit des Reichsbanners und seiner Mannschaften
verlangt nach dem Respekt der heute Lebenden".
Die Übergabe der Ehrenurkunde fand am Nachmittag im
Hamburger Büro von Helmut Schmidt im Zeit Verlag durch den
Bundesvorsitzenden Hans Bonkas in Begleitung von Mitgliedern
des Hamburger Landesvorstandes des Reichsbanners statt.
Das Reichsbanner empfindet die Annahme der
Ehrenmitgliedschaft durch Helmut Schmidt als eine besondere
Auszeichnung und Würdigung des Verbandes in seinem Wirken
für die Förderung des demokratischen Bewusstseins in der
Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland.